First Responder Lehrgang erfolgreich abgeschlossen – Drei neue Sanitäter für die Feuerwehr Hausen
An einem der anspruchsvollsten Lehrgänge, den man innerhalb seiner freiwilligen Tätigkeit bei der Feuerwehr absolvieren kann, nahmen aus den Reihen der Feuerwehr Hausen zwei Kameraden und eine Kameradin teil. Zu „professionellen Ersthelfern“ bzw. „Helfern vor Ort“ (HvO) wurden Jeannette Honer, Martin Ziegler und Christian Senft in 72 theoretischen und praktischen Unterrichtseinheiten ausgebildet. In rund drei Monaten mussten siedeshalb zahlreiche Abende und mehrere Samstage in Waldbüttelbrunn verbringen. Dort fand dieses Mal der Lehrgang unter der Führung von Kreisbrandmeisterin Gabriele Brejschka statt.
Ziel des Lehrgangs ist es, den Teilnehmern erweiterte Erste-Hilfe Kenntnisse zu vermitteln, um bei medizinischen Notfällen das therapiefreie Intervall zu verkürzen und erste lebensrettende Maßnahmen einzuleiten.
Im theoretischen Teil wurden den Floriansjüngern zunächst die Grundlagen ihrer zukünftigen Tätigkeit vermittelt. Hierzu zählten u.a. die Anatomie des menschlichen Körpers, die Funktion des Herz-Kreislauf-System und der Atmung, der Umgang mit medizinischen Geräten, das Medizinproduktegesetz oder die Betreuung von Patienten und deren Angehörigen.
In der Praxis, der natürlich eine wesentlich höhere Bedeutung als der Theorie zukommt, durfte der erlernte Stoff dann umgesetzt werden. Die Basisreanimation unter Verwendung von Beatmungsbeutel und Sauerstoff, die stabile Seitenlage, die richtige Versorgung von offenen Wunden oder das Blutdruck- und Pulsmessen gehörten hier zu den grundlegenden Lernzielen. Darüber hinaus war aber auch das Assistieren für den Rettungsdienst Teil des Ausbildungsprogramms. So wurde z.B. das Vorbereiten einer Infusion oder Intubation und der Umgang mit der Trage bzw. dem Tragestuhl aus dem Rettungswagen geübt.
Ob die Inhalte auch bei den Teilnehmern angekommen sind und verinnerlicht wurden, wurde in zwei theoretischen und praktischen Prüfungen überprüft. Der erste Prüfungsteil fand nach zwei Dritteln der Ausbildung statt und sein Bestehen ermöglichte die Teilnahme zum zweiten Teil des Lehrgangs.
An den First-Responder Lehrgang schloss sich noch eine AED Schulung an. Ein AED ist ein halbautomatischer Defibrillator, der bei einem Herzkammerflimmern einen Elektroschock zur Stabilisierung des Herzrhythmus auslöst. Auch diese, zusätzlich sechs Unterrichtseinheiten dauernde Schulung, schlossen unsere drei neuen First-Responder erfolgreich ab.
DieTeilnehmer des First-Responder Lehrgangs nach der Zeugnisübergabe
First-Responder Hausen besuchen Symposium in Unterschleißheim
Auch in diesem Jahr machte sich am 09. Mai 2009 wieder eine siebenköpfige Gruppe der First-Responder auf den Weg nach Unterschleißheim bei München. Ziel war das 15. First-Responder-Symposium das alljährlich von der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim durchgeführt wird.
Zu den rund 300 Besuchern zählten neben den Sanitätern der Feuerwehren auch Angehörige des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerksaus ganz Süddeutschland, sowie dem benachbarten Österreich oder der Schweiz.
Das vielfältige Programm, das unter anderem Vorträge zu den Themen Wiederherstellungschirurgie, Verbrennungen, Hängetrauma, Suchtpotenzial im Blaulichtmilieu oder Atemstörungen beinhaltete, bescherte den Teilnehmern eine lehrreiche und informative Fortbildung.
v.l.n.r.: Christian Senft, Patrick Walter, Martin Ziegler, Tobias Keller, Jeannette Honer, Andreas Altenhöfer, Dr. Tim Weisensee
Handpuppen für die kleinen Patienten der First-Responder
Dienstag, 05. Mai 2009 um 13:20
Im Rahmen des Festkommerses zum 125-jährigen Vereinsjubiläum unserer Feuerwehr durfte sich die Gruppe der First-Responder über ein Geschenk durch den Vereinsvorstand André Ziegler freuen.
Dieses Geschenk bestand aus einem Körbchen, voll mit Handpuppen in Form eines kleinen Bären. Diese Bären, die mit einem Feuerwehrhelm und einer Feuerwehrjacke ausgestattet sind, sollen jedoch nicht als Zeitvertreib für die Mitglieder der First-Responder dienen. Vielmehr sind sie als kleine Ablenkung, Aufmerksamkeit oder Trostspender für die kleinen Patienten der „Helfer vor Ort“ gedacht.
Die Gruppe der First-Responder möchte sich auf diesem Wege nochmals recht herzlich bei ihrer Vorstandschaft für diese nette Geste bedanken!