| Großalarm im nördlichen Landkreis – Land unter in Hausen nach heftigem Unwetter |
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Eine große schwarze Wolke zog am Freitag, den 03. Juli 2009 über den Norden des Landkreises Würzburg. Mit sich brachte sie ein heftiges Unwetter mit Gewitter und Starkregen mit rund 120 l/m² Niederschlag in weniger als zwei Stunden. In der Folge gingen ab 19 Uhr etwa 20 Meldungen über vollgelaufene Keller in Hausen in der Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Würzburg ein. Die Feuerwehr kam hier sofort zur Hilfe und begann um kurz nach 19 Uhr mit dem Auspumpen der ersten Keller. Zu Beginn handelte sich es vor allem um Wasser, das von der Kanalisation nicht mehr aufgenommen werden konnte und durch die Kanäle und Sanitäranlagen in die Keller gelangte. Ebenso waren vollgelaufene Lichtschächte für ein Eindringen des Wassers verantwortlich. Bis dahin ging man auch noch davon aus, der Sache Herr werden zu können. Denn nicht nur die Feuerwehr, sondern vor allem die vielen herbeigeeilten Bürger aus Hausen unterstützten die Betroffenen mit Tauch- und Gartenpumpen bei der Beseitigung des Wassers. Als nach einer knappen Stunde bereits die ersten Keller wieder einigermaßen leergepumpt waren, kam die nächste „Überraschung“ auf die Hausener zu. Das Oberflächenwasser, welches sich auf den Wiesen und Feldern in Richtung Gramschatz angesammelt hatte, musste zwangsläufig über das Jobsthal in den Katzenbach abfließen. Der Katzenbach, der vielen nur als kleines Rinnsal bekannt sein dürfte, konnte die gewaltigen Wassermassen nicht mehr fassen, trat über die Ufer und war stellenweise über 50 Meter breit. Vor allem am Ortsausgang in Richtung Rieden, wo der Katzenbach in einer kleinen Röhre unter der Straße durchläuft, staute sich das Wasser über das Straßenniveau und überflutete einige Grundstücke am Binsenrain. Ebenso ergoss sich eine „Flutwelle“ von braunem Schmutzwasser von der Gramschatzer Straße über die Jahnstraße bis auf den Sportplatz. Zu diesem Zeitpunkt kam dann auch die Feuerwehr Bergtheim zu Hilfe und half vorwiegend am Binsenrain bei den Abpumparbeiten und eine „Örtliche Einsatzleitung“ wurde am Feuerwehrhaus Hausen eingerichtet. Unterstützt durch eine mobile Einsatzzentrale, dem sog. „ÖEL“, koordinierte man den Einsatz nun Zentral. Inzwischen war nämlich klar geworden, dass die Ortsteile Rieden, Erbshausen-Sulzwiesen und Fährbrück ebenso stark vom Hochwasser betroffen sind und die „beinahe Katastrophe“ nicht alleine bewältigen können. In Rieden, wo der Katzenbach und der Grundbach zusammenlaufen, staute sich das Wasser in der Ortsmitte teilweise auf über einen halben Meter über Straßenniveau an. Besonders schwer betroffen waren hier die Lindenstraße und der „Riedener Grund“, wo die Bewohner der Mühle am ehemaligen Sägewerk sogar mit einem Schlauchboot der Feuerwehr Rottendorf aus ihrem Haus befreit werden mussten. In Fährbrück erwischte es vor allem das Augustinerkloster. Hier pendelte sich der Wasserpegel des überfluteten Kellers auf ca. 1,80 Meter ein und stand somit fast bis unter die Decke. Hier wurden die komplette Heizungsanlage und die eingelagerten Holzmöbel völlig zerstört. Auch der Klostergarten glich einem einzigen See und auf der Straße stand das Wasser zeitweise fast einen halben Meter hoch. Aufgrund der Kellergröße von rund 200 m² dauerten die Abpumparbeiten, die zunächst von der Feuerwehr Unterpleichfeld durchgeführt und später von der FF Rottendorf und Hausen unterstützt wurden, hier am längsten. Erst gegen fünf Uhr morgens konnte die Feuerwehr abrücken.
Folgende Feuerwehren waren im Gemeindegebiet Hausen eingesetzt: FF-Hausen, FF-Rieden, FF-Erbshausen-Sulzwiesen, FF-Bergtheim, FF-Opferbaum, FF-Hilpertshausen, FF-Unterpleichfeld, FF-Dipbach, FF-Rottendorf, FF-Estenfeld
Viele weitere Bilder findet Ihr ab sofort in unserer
Am Binsenrain steht das Wasser auf der Straße
Der Katzenbach überflutet die Kreisstraße Richtung Rieden
Überflutete Straße Richtung Rieden
"Niagarafälle" am Sportplatz !?!
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